Wer umziehen möchte und eine Wohnung sucht, sollte sich zunächst einmal im Bekannten- und Freundeskreis und in der Familie umhören, ob diese vielleicht jemanden kennen, der eine Wohnung vermieten möchte. Auch im Sportverein oder in anderen Hobby-Gruppen lassen sich leicht Leute ansprechen, die vielleicht wissen, ob in der Nähe eine schöne Wohnung frei ist. Denn zahlreiche Wohnungen gehen unter der Hand weg und tauchen gar nicht erst auf dem Anzeigenmarkt auf. Der Vorteil dabei ist, dass man auf diese Weise vielleicht auch Näheres über die Wohnung erfährt oder die Bekannten den Vermieter kennen. Möglicherweise kann man auf diese Weise außerdem einen geringeren Mietpreis aushandeln und kennt gleich jemanden, der in der Nähe wohnt. Nachteilig kann es allerdings sein, dass man es sich mit Freunden oder Bekannten verscherzen kann, falls es mit dem Vermieter Probleme gibt.
Gelingt es nicht, eine Wohnung über Beziehungen zu finden, ist der nächste Schritt die Suche im Internet oder in Zeitungen. Man sollte sich informieren, wann die jeweiligen Anzeigenteile der örtlichen Zeitungen und Kleinanzeigenblätter erscheinen. Auch Amtsblätter und die Homepages der Zeitungen können eine gute Quelle sein. Die Zeitungen sollte man möglichst früh am morgen kaufen und dann am besten gleich auf interessante Angebote reagieren, da es möglicherweise einen großen Andrang gibt. Manchmal melden sich auf Wohnungsanzeigen hin schon am ersten Tag ca. hundert Interessenten. Eine Wohnung suchen kann man außerdem gut über das Internet. Viele Vermieter sind nur noch dort präsent. Die Seiten lassen sich auch nach bestimmten Kriterien wie dem Preis oder speziellen Wünschen wie einem Garten oder einem Balkon durchforsten.
Meistens sind die Chancen höher, wenn man sich als pflegeleichter Mieter präsentiert. Vermieter mögen zum Beispiel gerne Mieter, die über das Wochenende nach Hause fahren, zum Beispiel Studenten, sowie Nichtraucher. Wenn man Kinder hat oder Haustiere halten möchte, kann es hingegen etwas schwerer sein, eine Wohnung zu finden. Vor allem interessieren Vermieter aber die Einkommensverhältnisse, weil sie sicherstellen wollen, dass man regelmäßig die Miete überweisen kann. Wenn man die Wohnung besichtigt, sollte man darauf achten, dass sie hell genug ist, und sich danach erkundigen, welche Kosten in der Miete bereits enthalten sind – etwa Heizkosten oder die Nebenkosten für den Hausmeister. Günstiger sind meist Wohnungen, die eine Dachschräge aufweisen, an einer Straße liegen, älter sind oder ungewöhnlich eingeteilt sind. Der Preis ist außerdem von der Lage abhängig. Außerdem sollte man eventuelle Maklerkosten berücksichtigen, die meist zwei Monatsmieten ausmachen. Wer keine Wohnung findet, kann auch eine Anzeige in der Zeitung aufgeben. Für manche Vermieter ist es angenehmer, nur wenige potenzielle Mieter einzuladen und sich zwischen ihnen zu entscheiden. So kann man also seine Chancen erhöhen, in kurzer Zeit eine Wohnung zu finden.
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